Ein paar Eishockey-Regeln für Anfänger

Der Mannschaftssport mit Schläger, Puck und imposanter Sportbekleidung gehört zu den spannendsten Teamsportarten, die durch die Menschheit hervorgebracht wurde. Eishockey-Fans wissen dies nur zu unterstreichen. Während in den USA Topspiele der Oberen Ligen ebenso viele begeisterte Zuschauer anlocken, wie in deutschen Landen am Wochenende den Spielen der Bundesliga beiwohnen, ist Eishockey in der Bundesrepublik weit weniger populär.

Die Regeln

Die Eishockey-Weltmeisterschaft 2010 hat zwar einiges dazu beigetragen, die Fangemeinde dieses Sports zu vergrößern. Dennoch wird das Vergnügen, ein Ligaspiel im Stadion oder am heimischen Fernseher zu verfolgen, nach wie vor von den meisten Deutschen unterschätzt. Dies liegt mitunter daran, dass Eishockey in Deutschland weit schleppender populär und erfolgreicher wurde als in Ländern wie den USA, Kanada oder Tschechien, deren Nationalteams stets zu den Titelstürmern bei Weltmeisterschaften zählen. So erschließen sich für viele die unbekannten Regeln während des rasanten Spiels nicht eindeutig. Dieses Manko ist leicht auszuräumen. Hier ein paar grundlegende Eckdaten, und beim nächsten Spiel werden Einsteiger vom Abstinenzler zum Eishockey-Fan, der kein Topspiel der DEL oder NHL mehr auslässt.

Eckdaten um Eishockey

Die in Kanada entstandene Mannschaftssportart wird bekanntermaßen auf dem Eis ausgetragen. Das Spielfeld ist rund 60 Meter lang und 30 Meter breit und hält zwei Tore bereit. Jeweils 5 Spieler je Team versuchen den Puck komplett über die Torlinie des Gegnertors zu bewegen. Pro Team gesellt sich noch ein Torhüter hinzu, so dass regulär sechs Spieler pro Mannschaft auf dem Feld aktiv sind. Insgesamt stehen gewöhnlich 22 Spieler pro Mannschaft zur Verfügung, die fliegend ohne Spielunterbrechung und nach taktischem Bedarf ausgetaucht werden können. Das Feld unterteilt sich durch die Mittellinie in zwei große Bereiche, mittig liegt der so genannte Bullypunkt von dem aus angespielt wird. Jenseits der Mittellinie erstreckt sich eine neutrale Zone. Ab einem gewissen Punkt vor dem Tor, der auf dem Spielfeld gekennzeichnet ist, beginnt je nach Sichtweise die Angriffs- oder Verteidigungszone. Die Spieler sind neben dem Schläger mit einer eindrucksvollen Schutzausrüstung ausgestattet. Deren Sinn erklärt sich jedem Zuschauer gleich nach Anpfiff von selbst. Das Spiel unterteilt sich in drei Drittel à 20 Minuten. Doch aufgepasst bei der Zeitplanung: Bei einem Eishockeyspiel kommt es häufig zu Unterbrechungen des Spielablaufs. Selbstverständlich zählen diese nicht zur Spielzeit, so dass ein Match durchaus über zwei Stunden bis um Abpfiff andauern kann.

Was ist erlaubt und was ist verboten?

Der Schiedsrichter auf dem Eis sieht wie üblich nach dem Rechten. Der Puck sollte grundsätzlich mit dem Schläger vorwärts bewegt werden. Der Schlittschuh darf dabei zur Hilfe kommen, aber damit kein Tor geschossen werden. Ein so genannter hoher Stock über Schulter oder Latte ist nicht erlaubt. Allerdings ist es durchaus regelkonform den Puck mit der Hand zu stoppen, weg zu schlagen oder einem Spieler zuzupassen. Dies sollte allerdings im eigenen Verteidigungsraum passieren. Ansonsten ist dies verboten. Ähnlich wie beim Fußball gibt es Abseitsregeln. Powerplay oder Boxplay sind die Folgen einer Strafregelung, bei der eine der Mannschaften wegen Regelverstoß vorübergehend in der Unterzahl spielen muss. Eine weitere Rüge sind der Strafstoß oder die Matchstrafe, bei der es für das gesamte Spiel zurück auf die Bank geht. Gründe für Strafen können Beinstellen, Spielverzögerung, Stockschlag, bewusste Rempeleien oder ähnliches sein. Mit der komplexen Taktik, die Eishockey so interessant und abwechslungsreich macht, können sich begeisterte Einsteiger Schritt für Schritt auseinandersetzen.

Foto: Doc RaBe – Fotolia

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