Eishockeyligen: Amateure, Profis und Spitzenklasse
Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Berlin auf dem Halensee das erste offizielle Eishockeyspiel ausgetragen. Danach blieb der Sport zunächst einmal ein vorwiegend Berliner Freizeitvergnügen. 1908 nahm der Deutsche Eissport Verband den Sport ins Programm mit auf. Die wechselhafte Geschichte Deutschlands zwischen dem ersten und zweiten Weltkrieg behinderte den Ausbau dieser Sportart als auch die Herausbildung von Ligen.
Erstes Ligensystem für Eishockey in Deutschland
Seit 1948 entwickelte sich in Deutschland eine bundesweite Liga. Die Zahl der teilnehmenden Vereine war allerdings begrenzt, da die Clubs der Eishockey-Hochburg Berlin aufgrund der sowjetischen Besetzung bei den Austragungen der Wettkämpfe fehlten. 1958 begründete sich die Eishockey-Bundesliga, die Oberliga rangierte auf der nachfolgenden Spielklasse. Ab der Saison 1961/1962 wurde die Gruppenliga als nächst höchste Stufe der Amateure hinter der Oberliga eingeführt. 1963 gründete sich der Deutsche Eishockey-Bund (DEB), der bis heute die Nationalmannschaft stellt und bis 1994 auch die Bundesliga des Eishockeys unter seinem Dach organisierte. Die deutsche Einheit, Finanzprobleme sowie der Blick auf die internationale Konkurrenzfähigkeit führten zur Umstrukturierung des Ligensystems der Bundesrepublik.
Deutsche Eishockey-Liga
Viele Eishockey-Clubs standen Mitte der 90er vor großen finanziellen Problemen. Unter dem Dach der DEL wurden schließlich 18 Clubs zusammengefasst, die sich finanziell in vertretbaren Situationen befanden. Aktuell sind die Eishockey-Ligen durch den DEL und den Deutschen Eishockey Bund in folgende Spielklassen unterteilt: An der Spitze steht die Deutsche Eishockey-Liga, die sich teils nach dem System der bekannten nordamerikanischen NHL organisiert. Gefolgt wird die Topspielklasse von der 2. Bundesliga, der die Oberligen Süd, West, Nord und Ost folgen. Eine Regionalliga gibt es nicht. Die abschließende, untere Spielklassen des Eishockeys bilden im Norden Deutschlands die Regionalliga und im Süden die Bayerische Eishockey-Liga. Seit 2002 spielen die Teams der DEL, der 2.Bundesliga sowie vier Teams der Oberliga um den DEB-Pokal. Die nächst begehrten Wettkämpfe und Auszeichnungen für Proficlubs im internationalen Vergleich sind aus deutscher Sicht aktuell der IIHF European Champions Cup, der Pokal der Champions Hockey League, der Spengler Cup sowie die Eishockey-Weltmeisterschaft und die Olympiawettbewerbe.
Bedeutende Profivereine in der DEL
Aus Bayern stammen gleich mehrere Clubs der DEL. Die München Barons 2000 beispielsweise, die 2000 den Titel holten. Lange im Geschäft unter den Clubs in NRW ist die Düsseldorfer EG, die bereits 1935 gegründet wurde. Aber auch die Krefelder Pinguine und Kölner Haie sind selbst denen ein Begriff, die sich weniger für Eishockey interessieren. Beide Clubs konnten bereits den Pokal nach Hause tragen. Ebenso erwähnenswert sind die Hannover Scorpions als Meister der Saison 2009/2010 sowie die Frankfurter Lions, die in der 2003/2004 den Titel gewinnen konnten. Unangefochten erfolgreich sind allerdings die Rekordmeister Adler Mannheim sowie die Eisbären Berlin.
DEL im internationalen Vergleich
Wenngleich für die Popularität und Professionalität des Eishockeys in den vergangenen Jahren viel getan wurde, so ist die Mannschaftssportart nach wie vor noch förderwürdig. Wird die Beliebtheit des Spiels bei aktiven Sportlern als auch bei den deutschen Zuschauern mit anderen europäischen Ländern verglichen, so steht für den DEL und DEB noch viel Arbeit an. Auch bei internationalen Wettkämpfen können deutsche Profi-Clubs und Spieler aus der DEL nur mäßig mithalten. Nichtsdestotrotz ist auch der Erfolg zahlreicher deutscher Eishockey-Spieler in der weltweiten Spitzenklasse, der NHL, nicht zu verachten.
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