Hockey: Rasant mit dem Schäferstock unterwegs

Hockey gibt es in zahlreichen Varianten. Diese reichen von klassischen Torspielen wie Feldhockey und Eishockey bis hin zu schrillen Sportarten, deren Existenz selbst Sportfreaks nicht erahnen. Allen Hockeyarten ist eines gemein: Sie sind mit einem Schläger unterwegs und leiten sich namentlich vom Altfranzösischen Wort für einen Schäferstock ab. Dieses verleitet Unwissende vielleicht dazu, an eine ruhige und beschauliche Sportart zu denken.

Hockey von früher bis heute

Doch von gemächlich sind alle Hockeyarten weit entfernt. Bei diesen Mannschaftssportarten geht es rasant und ereignisreich zu. Nicht nur Amateurspieler und Profis haben am Hockey ihre große Freude. Auch für Zuschauer sind alle Hockeyarten ein außerordentliches Sportereignis, das für viel Vergnügen sorgt. Vorläufer der heutigen Hockeyarten sind die Mannschaftsspiele Shinty, Hurling und Bandy. Die erstere, keltische Variante kommt aus Schottland, wurde ungefähr ab dem 14. Jahrhundert gespielt und hat ihren Ursprung im irisch-gälischen Hurling und der historischen Eisvariante Bandy. Die bis heute in Ligen ausgetragene Sportart Hurling, die übrigens zu den schnellsten der Welt gehört, wird bereits im Zusammenhang mit der Schlacht von Moytura, also weit vor Christi Geburt erwähnt. Damals wie heute ging es beim Hurling oftmals rau zu, wenngleich gegenwärtig selbstverständlich keine Toten mehr auf dem Spielfeld zu beklagen sind. Dies war ehemals keine Seltenheit, so dass in der frühen Geschichte der irischen Sportart mit einem speziellen Strafgesetz auf die gefährlichen Spielsitten reagiert wurde. Bei Hockey handelt es sich demnach traditionell um eine rasante Sportart, die auf eine lange Geschichte zurückblickt.

Feldhockey und Eishockey

Die wohl bekanntesten Varianten sind Feldhockey und Eishockey, die inzwischen ebenso auf eine lange und erfolgreiche Sportgeschichte zurückblicken. Beide Hockeyarten sind in Deutschland beliebt und verbreitet. Beim Feldhockey gehört das deutsche Team zu den bedeutenden im internationalen Ranking, während beim Eishockey um eine gefürchtete Rolle noch immer gekämpft wird. Deutlich unterscheiden sich die beiden Hockeyarten bereits in der Anzahl der Spieler: Beim Feldhockey besteht die Mannschaft aus 11 Sportlern, bei der Eisvariante bilden 22 Spieler ein Team, von denen aber nur 6 gleichzeitig auf der Eisfläche aktiv sein dürfen.

Inline-Skaterhockey

Inline-Skating erfreut sich in Deutschland einer großen Fangemeinde. So verwundert es nicht, dass Skaterhockey eine mehr und mehr verbreitete Sportart in der Bundesrepublik ist. Diese Mannschaftssportart, auch als Streethockey bekannt, hat ihre Wurzeln im Eishockey und Rollhockey. Schläger und Ausrüstung erinnern bei dem blitzschnellen Torspiel an die Eisvariante. Das Spiel ist außerordentlich körperbetont und nutzt als Spielgerät ebenso einen Puck. Diese beiden Details unterscheiden Inline-Skaterhockey deutlich vom Rollhockey.

Polo

Hoch zu Ross wird die verwandte Mannschaftssportart Polo ausgetragen, deren Geschichte bis ins antike Persien zurückgeht. Ähnlich wie beim Golfen zeichnen sich Polospieler durch ein Handicap aus. Speziell ´gezüchtete Pferde entwickeln beim Spiel einen ebenso ausgeprägten Kampf- und Jagdgeist, der Zuschauer fasziniert. In Deutschland spielt der Sport eher eine untergeordnete Rolle, während er in Argentinien und im Vereinigten Königreich weit verbreitet und beliebt ist. Alleine ein Blick auf die notwendige Grundausstattung lässt erahnen, dass dieser Sport von jeher in den oberen Gesellschaftsschichten beliebt und verbreitet war.
Wer als Zuschauer mal bei außergewöhnlichen Sportereignissen dabei sein möchte, sollte auf die Austragung eines Hockeyturniers unter Wasser, unter dem Eis oder auf dem Einrad Ausschau halten.

Foto: 77SimonGruber – Fotolia

Einen Kommentar schreiben